ICA 2019 Washington, D.C. – IMC präsentiert Ergebnisse zur Analyse von Fake Followern

16.06.2019

Fake Follower, Social Bots und Trolle sind ein aktiver Teil der heutigen Interaktion auf Twitter: Forscher des International Media Center (IMC) stellten ausgewählte wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen der 69. jährlichen International Communication Association (ICA) Konferenz in Washington, D.C. vor.

Basierend auf Einschätzungen führender Medienwissenschaftler sind die Sozialen Medien zu einem Nährboden für Falschinformationen und die Manipulation mediengeführter Diskussionen geworden. Akteure in diesem Feld sind unter anderem Fake Follower, die eine Subkategorie der Social Bots bilden. Eine der durch das IMC bei der Konferenz präsentierten Forschungsarbeiten beleuchtet den potenziellen Einfluss von Fake Followern auf die Popularität und die Sichtbarkeit von Tweets einflussreicher U.S. Politiker des Kongresses und des Senats auf der Microblogging-Plattform. Anhand anerkannter Modelle konnte gezeigt werden, dass ein signifikanter Anteil der Follower von Politikern in den o.g. Kammern nicht echt ist.

Neben der Vorstellung der Ergebnisse vor einem ausgewählten Fachpublikum konnten darüber hinaus in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Saint Petersburg State University und Journalisten der Washington Post weitere Impulse für zukünftige Forschungsvorhaben gewonnen werden. Diese sollen die aktuellen Untersuchungen vertiefen und die Anwendung des bestehenden Toolsets auf weitere Themencluster ermöglichen. Für Rückfragen zu den Forschungsarbeiten stehen die ausführenden Mitarbeiter des IMC (Bastian Kießling, Prof. Dr. Steffen Burkhardt, Tanja Drozdzynski, Jan Homburg) unter den unten genannten Kontaktdaten jederzeit zur Verfügung.

Die „69th Annual ICA Conference“ unter dem Titel „Communication Beyond Boundaries” fand vom 24.-28.05.2019 in Washington, D.C. statt. An der diesjährigen Veranstaltung mit mehr als 500 Sessions nahmen etwa 3.600 Wissenschaftler teil. Die renommierte wissenschaftliche Konferenz wird durch die seit 1950 bestehende akademische International Communication Association (ICA) durchgeführt. Die Fachtagung findet jährlich in amerikanischen und internationalen Forschungsregionen statt und fokussiert sich auf die Präsentation von aktuellen Forschungsergebnissen der mehr als 4.500 Mitglieder in 80 Ländern.

Washington, D.C. ist als Forschungsstandort ein Hub für internationale Zusammenarbeit im wissenschaftlichen Kontext und bietet ein Umfeld an diversifizierten U.S.-Universitäten und Forschungseinrichtungen. Die staatliche Smithsonian Institution ist als Bildungsträger für eine Vielzahl an Museen zuständig, die auch den Kontext der Medien- und Kommunikationswissenschaften bedienen. Das ansässige „Newseum“ fokussiert sich auf die Analyse der aktuellen Medienlandschaft und bietet Ausstellungen zu den Themen Pressefreiheit und der generellen Geschichte der Medien.

 

Direkte Fragen zur Forschungsarbeit

Bastian Kießling
kiessling(at)internationalmedia.center

 

Allgemeine Fragen zum IMC

Jan Homburg
homburg(at)internationalmedia.center

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